Heimat #3: Beuscherl (Lucas Huemer, Österreich)

Vielleicht ist Heimat kein Ort, sondern ein Gefühl: Sie entsteht in Erinnerungen, in Gerüchen, in Gerichten, die etwas in uns berühren, bevor wir überhaupt Worte dafür haben. In dieser Serie widmen wir uns wechselnden Klassikern, die nach Heimat schmecken – aus unterschiedlichen Küchen, aus unterschiedlichen Biografien. Inspiriert von den Menschen, mit denen wir hier in Berlin leben und arbeiten.
Heimat #3: Beuscherl (Lucas Huemer, Österreich)
Wenn wir von Heimat sprechen, von der Küche von damals, dann gehört dazu auch etwas, das heute kaum noch eine Rolle spielt: das Verwerten des ganzen Tieres. Dass wir heute Begriffe wie „Nose to Tail“ brauchen, zeigt vor allem, wie sehr wir uns daran gewöhnt haben, nur noch bestimmte Teile zu essen. Das Kurzgebratene, das Filet, das, worauf man gerade Lust hat. Dabei ist es doch eigentlich eine Frage des Respekts – wenn man schon Fleisch isst – das ganze Tier zu verwenden. Und dass das nicht nur sinnvoll, sondern auch sehr gut sein kann, zeigt unser nächstes Gericht der Heimat-Serie: das Beuscherl.
Beim Beuscherl handelt es sich um einen klassischen Eintopf aus Herz und Lunge. Bei uns, wie könnte es anders sein, vom Rind von Viola & David Peacock vom Erdhof Seewalde. Die Innereien werden gekocht, fein geschnitten, der Fond bildet die Grundlage der Sauce. Dazu kommen Gemüse und Kapern; abgebunden wird mit einer Mehlschwitze, abgeschmeckt mit Sahne. Ein herzhaft-säuerliches Gericht, serviert mit Serviettenknödeln. (Wenn man nicht weiß, was man da gerade isst, merkt man tatsächlich auch gar nicht, dass es sich um Innereien handelt.)
Wie bei vielen Gerichten dieser Serie gilt auch hier: Jede*r, der*die es kennt, hat eine klare Vorstellung davon, wie es sein sollte. Diese Version, für die unser Kollege Lucas Huemer (Chefkoch in der Österreichischen Botschaft in Berlin) Pate steht.

© Eva Biringer
Lucas ist in einer Bäckerfamilie in Oberösterreich aufgewachsen, vier Generationen unter einem Dach. Gekocht wurde, was verfügbar war: oft ganze Tiere vom benachbarten Bauern. Seine Urgroßmutter, bei ihnen „Urli“, war die Köchin des Hauses. Sie hat die Tiere zerlegt und alles verarbeitet.
Ein typischer Moment: Samstagmittag, die Bäckerei schließt, alle kommen zusammen, es wird gegessen, diskutiert, gestritten. Auf dem Tisch unter anderem Beuscherl mit Knödel, natürlich aus dem Brot der eigenen Bäckerei, das unter der Woche übrig geblieben ist. Für Lucas ist das bis heute der Geschmack von Zuhause. Ein Gericht, das mit konkreten Erinnerungen verbunden ist – und mit einer Art zu kochen, in der Herkunft, Respekt, Familie und Tradition aufeinander treffen.
Was:
Heimat #3: Beuscherl
Wann:
In der Woche vom 4. Mai 2026: Montag bis Donnerstag
In der Woche vom 11. Mai 2026: Montag bis Donnerstag
In der Woche vom 18. Mai 2026: Montag bis Donnerstag
In der Woche vom 25. Mai 2026: Dienstag bis Donnerstag
18:00 Uhr – 20:15 Uhr
21:00 Uhr – Ende
Preis:
45,00 € pro Person für einen Teller Beuscherl mit Serviettenknödel und Roggensauerteigbrot von Florian Domberger mit hausgemachter & gereifter Rohmilchbutter mit Sahne von Viola & David Peacock vom Erdhof Seewalde und einer kleine süßen Wegzehrungen und natürlich Brita gefiltertes Wasser (sprudelnd / still).
Natürlich können Sie auch weitere Gänge aus unserer aktuellen Speisenfolge dazu bestellen.
Anmeldung:
Über den Link
Natürlich können Sie auch jemanden mitbringen, der*die vegetarisch lebt – hierfür finden wir gern eine passende Alternative von der Karte. Das Beuscherl selbst kochen wir allerdings nicht in einer vegetarischen Variante. Leider kommen wir um folgende Allergene nicht herum: Gluten, Laktose, Zwiebel und Sellerie.
Getränke:
Sie trinken, wonach Ihnen der Sinn steht – unsere Getränkekarte ist groß genug. Oder Sie lassen sich etwas empfehlen: Wir haben einige spannende Flaschen und offene Weine vorbereitet. Und für alle, die sich nicht die Ritterrüstung verbeulen wollen, gibt es selbstverständlich auch Alkoholfreies, etwa unseren bekannten kalten Verbeneaufguss.
Heimat #3: Beuscherl (Lucas Huemer, Österreich)

Vielleicht ist Heimat kein Ort, sondern ein Gefühl: Sie entsteht in Erinnerungen, in Gerüchen, in Gerichten, die etwas in uns berühren, bevor wir überhaupt Worte dafür haben. In dieser Serie widmen wir uns wechselnden Klassikern, die nach Heimat schmecken – aus unterschiedlichen Küchen, aus unterschiedlichen Biografien. Inspiriert von den Menschen, mit denen wir hier in Berlin leben und arbeiten.
Heimat #3: Beuscherl (Lucas Huemer, Österreich)
Wenn wir von Heimat sprechen, von der Küche von damals, dann gehört dazu auch etwas, das heute kaum noch eine Rolle spielt: das Verwerten des ganzen Tieres. Dass wir heute Begriffe wie „Nose to Tail“ brauchen, zeigt vor allem, wie sehr wir uns daran gewöhnt haben, nur noch bestimmte Teile zu essen. Das Kurzgebratene, das Filet, das, worauf man gerade Lust hat. Dabei ist es doch eigentlich eine Frage des Respekts – wenn man schon Fleisch isst – das ganze Tier zu verwenden. Und dass das nicht nur sinnvoll, sondern auch sehr gut sein kann, zeigt unser nächstes Gericht der Heimat-Serie: das Beuscherl.
Beim Beuscherl handelt es sich um einen klassischen Eintopf aus Herz und Lunge. Bei uns, wie könnte es anders sein, vom Rind von Viola & David Peacock vom Erdhof Seewalde. Die Innereien werden gekocht, fein geschnitten, der Fond bildet die Grundlage der Sauce. Dazu kommen Gemüse und Kapern; abgebunden wird mit einer Mehlschwitze, abgeschmeckt mit Sahne. Ein herzhaft-säuerliches Gericht, serviert mit Serviettenknödeln. (Wenn man nicht weiß, was man da gerade isst, merkt man tatsächlich auch gar nicht, dass es sich um Innereien handelt.)
Wie bei vielen Gerichten dieser Serie gilt auch hier: Jede*r, der*die es kennt, hat eine klare Vorstellung davon, wie es sein sollte. Diese Version, für die unser Kollege Lucas Huemer (Chefkoch in der Österreichischen Botschaft in Berlin) Pate steht.

© Eva Biringer
Lucas ist in einer Bäckerfamilie in Oberösterreich aufgewachsen, vier Generationen unter einem Dach. Gekocht wurde, was verfügbar war: oft ganze Tiere vom benachbarten Bauern. Seine Urgroßmutter, bei ihnen „Urli“, war die Köchin des Hauses. Sie hat die Tiere zerlegt und alles verarbeitet.
Ein typischer Moment: Samstagmittag, die Bäckerei schließt, alle kommen zusammen, es wird gegessen, diskutiert, gestritten. Auf dem Tisch unter anderem Beuscherl mit Knödel, natürlich aus dem Brot der eigenen Bäckerei, das unter der Woche übrig geblieben ist. Für Lucas ist das bis heute der Geschmack von Zuhause. Ein Gericht, das mit konkreten Erinnerungen verbunden ist – und mit einer Art zu kochen, in der Herkunft, Respekt, Familie und Tradition aufeinander treffen.
Was:
Heimat #3: Beuscherl
Wann:
In der Woche vom 4. Mai 2026: Montag bis Donnerstag
In der Woche vom 11. Mai 2026: Montag bis Donnerstag
In der Woche vom 18. Mai 2026: Montag bis Donnerstag
In der Woche vom 25. Mai 2026: Dienstag bis Donnerstag
18:00 Uhr – 20:15 Uhr
21:00 Uhr – Ende
Preis:
45,00 € pro Person für einen Teller Beuscherl mit Serviettenknödel und Roggensauerteigbrot von Florian Domberger mit hausgemachter & gereifter Rohmilchbutter mit Sahne von Viola & David Peacock vom Erdhof Seewalde und einer kleine süßen Wegzehrungen und natürlich Brita gefiltertes Wasser (sprudelnd / still).
Natürlich können Sie auch weitere Gänge aus unserer aktuellen Speisenfolge dazu bestellen.
Anmeldung:
Über den Link
Natürlich können Sie auch jemanden mitbringen, der*die vegetarisch lebt – hierfür finden wir gern eine passende Alternative von der Karte. Das Beuscherl selbst kochen wir allerdings nicht in einer vegetarischen Variante. Leider kommen wir um folgende Allergene nicht herum: Gluten, Laktose, Zwiebel und Sellerie.
Getränke:
Sie trinken, wonach Ihnen der Sinn steht – unsere Getränkekarte ist groß genug. Oder Sie lassen sich etwas empfehlen: Wir haben einige spannende Flaschen und offene Weine vorbereitet. Und für alle, die sich nicht die Ritterrüstung verbeulen wollen, gibt es selbstverständlich auch Alkoholfreies, etwa unseren bekannten kalten Verbeneaufguss.
