Heimat #4: Ghormeh Sabzi (Houryar Esmaeili, Iran/Deutschland) ab Juni

Vielleicht ist Heimat kein Ort, sondern ein Gefühl: Sie entsteht in Erinnerungen, in Gerüchen, in Gerichten, die etwas in uns berühren, bevor wir überhaupt Worte dafür haben. In dieser Serie widmen wir uns wechselnden Klassikern, die nach Heimat schmecken – aus unterschiedlichen Küchen, aus unterschiedlichen Biografien. Inspiriert von den Menschen, mit denen wir hier in Berlin leben und arbeiten.
Heimat #4: Ghormeh Sabzi (Houryar Esmaeili, Iran/Deutschland)
Bislang hat sich unsere Heimat-Serie aus dem erweiterten nobelharten Kulturraum gespeist. Für den vierten Teil freuen wir uns, endlich unser Versprechen einzulösen, auch über den Tellerrand „Kartoffeleuropas“ hinauszuschauen: Immer dienstags bis donnerstags vom 2. Juni bis einschließlich Donnerstag, den 9. Juli, gibt es Ghormeh Sabzi, ein klassisches persisches Schmorgericht aus Lamm und Kräutern, für das der Berliner Künstler Houryar Esmaeili – Kind persischer Eltern aus dem Iran, aufgewachsen im Saarland – Pate steht.
Ghormeh Sabzi als „Eintopf“ zu bezeichnen ist zwar korrekt – und greift trotzdem irgendwie zu kurz. Denn eine Sache haben wir beim Testkochen sehr schnell gemerkt: Was sich da in knapp vier Stunden im Topf entwickelt, ist eine aromatische Tiefe und Komplexität mit einem einzigartigen Duft, den wir so schnell nicht wieder vergessen werden.
Dafür verantwortlich ist nicht zuletzt die schiere Fülle an frischen Kräutern: Petersilie, Ackerlauch, Koriander, Dill, Minze – plus das Grün vom Bockshornklee, gewissermaßen die charakterprägende Zutat des Ghormeh Sabzi. Diese intensiv grüne Basis trifft auf Lammfleisch (von Jakob Hermühlen von der Schäferei Hullerbusch) sowie Bohnen und getrocknete Limetten, die eine feine, leicht säuerliche Note einbringen. Dazu gibt es, wie könnte es anders sein, die traditionelle Beilage von geröstetem Reis.

© Ann-Sophie Raemisch
Für unseren Paten Houryar hat das Gericht eine ganz besondere Bedeutung:
„Wenn ich als Kind die Wahl hatte, mir ein Gericht zu wünschen“, schreibt Houryar, „dann war es mit Sicherheit dieses. Ich liebte den Duft, die besondere Hingabe, die meine Mutter der Zubereitung des Gerichts gewidmet hat. Es konnte durchaus mal den halben Tag in Anspruch nehmen.“
„Das Ghormeh Sabzi hat mir schon immer ein unverwechselbares Gefühl gegeben. So habe ich als Kind meiner aus dem Iran stammenden Eltern, das als Einziger in der Familie in Deutschland zur Welt kam, vor allem in der Küche meiner Mutter eine Heimat gefunden. Natürlich war es für meine Eltern und auch meine Schwester eine Brücke zu ihrer Herkunft. Vor allem war es für uns alle aber ein leckeres und bekömmliches Essen. Dies in Gastfreundschaft mit Gästen und Freunden zu teilen, war der Kern unserer kulturellen Identität und immer ein Moment, in dem ich einen schwer zu beschreibenden immateriellen Reichtum verspürt habe. Es wäre ein kostbares Geschenk, wenn die Reise dieses Gerichts vom Iran nach Deutschland, von der Hand meiner Mutter über meine bis zum nobelharten Team, gesehen, geschmeckt und gespürt wird. Mir das vorzustellen und daran teilzuhaben, erfüllt mich mit tiefer Dankbarkeit.“
Als ganz spezielle “Beilage” zu dem Gericht gibt es außerdem für jeden Gast einen kleinen Gedichtausdruck mit vier Gedichten von Houryar selbst. Er verbindet sie auf seine Weise mit diesem Gericht – und wer weiß, vielleicht erschließt sich daraus ja noch eine weitere Ebene dessen, was Heimat ist oder sein kann.
Was:
Heimat #4: Ghormeh Sabzi (Houryar Esmaeili, Iran/Deutschland)
Wann:
Dienstag bis Donnerstag, ab 2. Juni 2026 bis Donnerstag, den 9. Juli 2026.
18:00 Uhr – 20:15 Uhr
21:00 Uhr – Ende
Preis:
59,00 € pro Person für einen Teller Ghormeh Sabzi mit geröstetem Reis (inklusive Nachschlag) plus Wegzehrung sowie Brita-Tafelwasser (sprudelnd & still) und den kleinen Gedichtausdruck von Houryar.
Natürlich können Sie auch Brot und Butter oder weitere Gänge aus unserer aktuellen Speisenfolge dazu bestellen.
Anmeldung:
Über den Link
Natürlich können Sie auch jemanden mitbringen, der*die vegetarisch lebt – hierfür finden wir gern eine passende Alternative von der Karte. Das Ghormeh Sabzi selbst kochen wir allerdings nicht in einer vegetarischen Variante. Leider kommen wir um folgende Allergene nicht herum: Hülsenfrüchte, Milchprodukte.
Getränke:
Sie trinken, wonach Ihnen der Sinn steht – unsere Getränkekarte ist groß genug. Oder Sie lassen sich etwas empfehlen: Wir haben einige spannende Flaschen und offene Weine vorbereitet. Und für alle, die sich nicht die Ritterrüstung verbeulen wollen, gibt es selbstverständlich auch Alkoholfreies, etwa unseren bekannten Saft aus Quitte / Heu mit Quittensaft von Stefan Vetter aus Franken.
Heimat #4: Ghormeh Sabzi (Houryar Esmaeili, Iran/Deutschland) ab Juni

Heimat #4: Ghormeh Sabzi (Houryar Esmaeili, Iran/Deutschland)
Bislang hat sich unsere Heimat-Serie aus dem erweiterten nobelharten Kulturraum gespeist. Für den vierten Teil freuen wir uns, endlich unser Versprechen einzulösen, auch über den Tellerrand „Kartoffeleuropas“ hinauszuschauen: Immer dienstags bis donnerstags vom 2. Juni bis einschließlich Donnerstag, den 9. Juli, gibt es Ghormeh Sabzi, ein klassisches persisches Schmorgericht aus Lamm und Kräutern, für das der Berliner Künstler Houryar Esmaeili – Kind persischer Eltern aus dem Iran, aufgewachsen im Saarland – Pate steht.
Ghormeh Sabzi als „Eintopf“ zu bezeichnen ist zwar korrekt – und greift trotzdem irgendwie zu kurz. Denn eine Sache haben wir beim Testkochen sehr schnell gemerkt: Was sich da in knapp vier Stunden im Topf entwickelt, ist eine aromatische Tiefe und Komplexität mit einem einzigartigen Duft, den wir so schnell nicht wieder vergessen werden.
Dafür verantwortlich ist nicht zuletzt die schiere Fülle an frischen Kräutern: Petersilie, Ackerlauch, Koriander, Dill, Minze – plus das Grün vom Bockshornklee, gewissermaßen die charakterprägende Zutat des Ghormeh Sabzi. Diese intensiv grüne Basis trifft auf Lammfleisch (von Jakob Hermühlen von der Schäferei Hullerbusch) sowie Bohnen und getrocknete Limetten, die eine feine, leicht säuerliche Note einbringen. Dazu gibt es, wie könnte es anders sein, die traditionelle Beilage von geröstetem Reis.

© Ann-Sophie Raemisch
Für unseren Paten Houryar hat das Gericht eine ganz besondere Bedeutung:
„Wenn ich als Kind die Wahl hatte, mir ein Gericht zu wünschen“, schreibt Houryar, „dann war es mit Sicherheit dieses. Ich liebte den Duft, die besondere Hingabe, die meine Mutter der Zubereitung des Gerichts gewidmet hat. Es konnte durchaus mal den halben Tag in Anspruch nehmen.“
„Das Ghormeh Sabzi hat mir schon immer ein unverwechselbares Gefühl gegeben. So habe ich als Kind meiner aus dem Iran stammenden Eltern, das als Einziger in der Familie in Deutschland zur Welt kam, vor allem in der Küche meiner Mutter eine Heimat gefunden. Natürlich war es für meine Eltern und auch meine Schwester eine Brücke zu ihrer Herkunft. Vor allem war es für uns alle aber ein leckeres und bekömmliches Essen. Dies in Gastfreundschaft mit Gästen und Freunden zu teilen, war der Kern unserer kulturellen Identität und immer ein Moment, in dem ich einen schwer zu beschreibenden immateriellen Reichtum verspürt habe. Es wäre ein kostbares Geschenk, wenn die Reise dieses Gerichts vom Iran nach Deutschland, von der Hand meiner Mutter über meine bis zum nobelharten Team, gesehen, geschmeckt und gespürt wird. Mir das vorzustellen und daran teilzuhaben, erfüllt mich mit tiefer Dankbarkeit.“
Als ganz spezielle “Beilage” zu dem Gericht gibt es außerdem für jeden Gast einen kleinen Gedichtausdruck mit vier Gedichten von Houryar selbst. Er verbindet sie auf seine Weise mit diesem Gericht – und wer weiß, vielleicht erschließt sich daraus ja noch eine weitere Ebene dessen, was Heimat ist oder sein kann.
Was:
Heimat #4: Ghormeh Sabzi (Houryar Esmaeili, Iran/Deutschland)
Wann:
Dienstag bis Donnerstag, ab 2. Juni 2026 bis Donnerstag, den 9. Juli 2026.
18:00 Uhr – 20:15 Uhr
21:00 Uhr – Ende
Preis:
59,00 € pro Person für einen Teller Ghormeh Sabzi mit geröstetem Reis (inklusive Nachschlag) plus Wegzehrung sowie Brita-Tafelwasser (sprudelnd & still) und den kleinen Gedichtausdruck von Houryar.
Natürlich können Sie auch Brot und Butter oder weitere Gänge aus unserer aktuellen Speisenfolge dazu bestellen.
Anmeldung:
Über den Link
Natürlich können Sie auch jemanden mitbringen, der*die vegetarisch lebt – hierfür finden wir gern eine passende Alternative von der Karte. Das Ghormeh Sabzi selbst kochen wir allerdings nicht in einer vegetarischen Variante. Leider kommen wir um folgende Allergene nicht herum: Hülsenfrüchte, Milchprodukte.
Getränke:
Sie trinken, wonach Ihnen der Sinn steht – unsere Getränkekarte ist groß genug. Oder Sie lassen sich etwas empfehlen: Wir haben einige spannende Flaschen und offene Weine vorbereitet. Und für alle, die sich nicht die Ritterrüstung verbeulen wollen, gibt es selbstverständlich auch Alkoholfreies, etwa unseren bekannten Saft aus Quitte / Heu mit Quittensaft von Stefan Vetter aus Franken.
