Spannungsfeld – Weinserie Mosel-Saar-Ruwer

Foto: Marko Seifert
Als Weinregion kann man der Mosel – oder, korrekt gesagt, Mosel-Saar-Ruwer – viel unterstellen, aber Charakterschwäche gehört nicht dazu. Im Gegenteil: Das hier ist eine der eigensinnigsten Weinregionen überhaupt. Schiefer über Schiefer, extreme Hänge, karge Böden. All das sorgt für eine komplexe Mineralik; ein wunderbares Antidot zur weichgespülten „Pinotgritschifizierung“ des Wein-Mainstreams.
Und dann ist da natürlich der Riesling. Den findet man zwar überall in Deutschland, aber gerade hier, an Mosel, Saar und Ruwer, entwickelt er eine ganz eigene Aromatik, die sich anderswo so nicht reproduzieren lässt. Das gilt für die alten, traditionsschwangeren Moselrieslinge genauso wie für die frischen Naturweine, die es dort in den letzten Jahren zu entdecken gab.
Billy selbst war in kaum einer anderen Weinregion so oft wie in der Mosel; 2014 hat er mit Vice den “Munchies Guide to Mosel” gemacht. Was ihn an der Region fasziniert, ist genau diese Verbindung aus Authentizität, Eigenwilligkeit und dem ungemeinen Reifepotential, das wirklich Jahrzehnte später noch verblüffen kann.
Mit unserer neuen Mosel-Saar-Ruwer-Reihe wollen wir trotzdem nicht nur gemeinsam am großen Tisch großartige Weine wegpicheln, sondern auch auf eine Realität aufmerksam machen, die außerhalb der Weinwelt erstaunlich wenig sichtbar ist. Der klassische Steillagenbau an der Mosel steht massiv unter Druck. Während im Flachland oft mit 300 bis 400 Arbeitsstunden pro Hektar kalkuliert wird, sind es in den Schiefer-Steillagen schnell 2000 Stunden und mehr. Fast alles ist Handarbeit. Gleichzeitig steigen Produktionskosten und Mindestlöhne, während viele Konsument*innen weiterhin Preise erwarten, die mit dieser intensiven Form von Landwirtschaft kaum vereinbar sind.
Gerade deshalb wollen wir diese Region feiern: mit Winzer*innen und Weinen, die zeigen, wie viel Charakter, Herzblut, Präzision und Geschichte hier zu finden sind.
Das erste Event wird am Freitag, den 27. November 2026 mit Jonas Dostert (Weinbau Jonas Dostert, Obermosel) & Kaja Khov (Racines Rebelles, Luxemburg) statt finden.
Folgende Winzer*innen haben bis jetzt zugesagt:
(Die Termine werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.)
Julien Renard von Weinbau Julien Renard, Winningen, Mosel
Johannes Busch vom Weingut Clemens Busch, Pünderich, Mosel
Gernot Kollmann, Weingut Immich-Batterieberg, Enkirch, Mosel
Martin & Jonas Müllen vom Weingut Martin Müllen, Traben-Trarbach, Mosel
Rudolf “Rudi” Trossen vom Weingut Rita & Rudi Trossen, Kinheim-Kindel, Mosel
Dr. Katharina Prüm vom Weingut Joh. Jos. Prüm, Wehlen, Mosel
Ernst “Ernie” Loosen, Weingut Dr. Loosen, Bernkastel-Kues, Mosel
Johannes Weber vom Weingut Hofgut Falkenstein, Konz-Niedermennig, Saar
Isabelle Müller vom Weingut Egon Müller-Scharzhof, Wiltingen, Saar
Mehr folgen!
Spannungsfeld – Weinserie Mosel-Saar-Ruwer

Foto: Marko Seifert
Als Weinregion kann man der Mosel – oder, korrekt gesagt, Mosel-Saar-Ruwer – viel unterstellen, aber Charakterschwäche gehört nicht dazu. Im Gegenteil: Das hier ist eine der eigensinnigsten Weinregionen überhaupt. Schiefer über Schiefer, extreme Hänge, karge Böden. All das sorgt für eine komplexe Mineralik; ein wunderbares Antidot zur weichgespülten „Pinotgritschifizierung“ des Wein-Mainstreams.
Und dann ist da natürlich der Riesling. Den findet man zwar überall in Deutschland, aber gerade hier, an Mosel, Saar und Ruwer, entwickelt er eine ganz eigene Aromatik, die sich anderswo so nicht reproduzieren lässt. Das gilt für die alten, traditionsschwangeren Moselrieslinge genauso wie für die frischen Naturweine, die es dort in den letzten Jahren zu entdecken gab.
Billy selbst war in kaum einer anderen Weinregion so oft wie in der Mosel; 2014 hat er mit Vice den “Munchies Guide to Mosel” gemacht. Was ihn an der Region fasziniert, ist genau diese Verbindung aus Authentizität, Eigenwilligkeit und dem ungemeinen Reifepotential, das wirklich Jahrzehnte später noch verblüffen kann.
Mit unserer neuen Mosel-Saar-Ruwer-Reihe wollen wir trotzdem nicht nur gemeinsam am großen Tisch großartige Weine wegpicheln, sondern auch auf eine Realität aufmerksam machen, die außerhalb der Weinwelt erstaunlich wenig sichtbar ist. Der klassische Steillagenbau an der Mosel steht massiv unter Druck. Während im Flachland oft mit 300 bis 400 Arbeitsstunden pro Hektar kalkuliert wird, sind es in den Schiefer-Steillagen schnell 2000 Stunden und mehr. Fast alles ist Handarbeit. Gleichzeitig steigen Produktionskosten und Mindestlöhne, während viele Konsument*innen weiterhin Preise erwarten, die mit dieser intensiven Form von Landwirtschaft kaum vereinbar sind.
Gerade deshalb wollen wir diese Region feiern: mit Winzer*innen und Weinen, die zeigen, wie viel Charakter, Herzblut, Präzision und Geschichte hier zu finden sind.
Das erste Event wird am Freitag, den 27. November 2026 mit Jonas Dostert (Weinbau Jonas Dostert, Obermosel) & Kaja Khov (Racines Rebelles, Luxemburg) statt finden.
Folgende Winzer*innen haben bis jetzt zugesagt:
(Die Termine werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.)
Julien Renard von Weinbau Julien Renard, Winningen, Mosel
Johannes Busch vom Weingut Clemens Busch, Pünderich, Mosel
Gernot Kollmann, Weingut Immich-Batterieberg, Enkirch, Mosel
Martin & Jonas Müllen vom Weingut Martin Müllen, Traben-Trarbach, Mosel
Rudolf “Rudi” Trossen vom Weingut Rita & Rudi Trossen, Kinheim-Kindel, Mosel
Dr. Katharina Prüm vom Weingut Joh. Jos. Prüm, Wehlen, Mosel
Ernst “Ernie” Loosen, Weingut Dr. Loosen, Bernkastel-Kues, Mosel
Johannes Weber vom Weingut Hofgut Falkenstein, Konz-Niedermennig, Saar
Isabelle Müller vom Weingut Egon Müller-Scharzhof, Wiltingen, Saar
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